Wärmepumpen-Workshop für Architekten, Planer und Handwerker im Landratsamt Freudenstadt

Ende November hatte das Landratsamt Freudenstadt in Kooperation mit der Energieagentur in Horb in den großen Sitzungssaal in der Herrenfelder Straße zu einem kostenlosen Workshop mit dem Thema „Wärmepumpen – eine moderne Heizungsalternative?!“ geladen. Über zwanzig interessierte Architekten, Planer und Handwerker kamen für einen Nachmittag zu dieser Veranstaltung.

Martin Heer, Geschäftsführer der Energieagentur in Horb und Initiator der Veranstaltung, richtete ein Grußwort an die Teilnehmer und führte kurz in die Thematik ein. Demnach werden aktuell in Deutschland lediglich etwa 60.000 Wärmepumpen verbaut – im Vergleich zu konventionellen Heizungen eine relativ geringe Zahl. Dennoch scheine, so Heer, aus ökologischer wie auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht seit ein paar Jahren ein Sinneswandel stattzufinden: Wärmepumpen verzichteten nicht nur auf das Verfeuern fossiler Brennstoffe, sie warteten auch mit ausgesprochen geringen Betriebskosten auf. Hinzu kämen spannende Förderungen. Aber auch Einsatzgrenzen der vielgelobten und beworbenen Heizungsart wie auch essentielle Rahmenbedingungen wie bauliche Voraussetzungen dürften nicht außer Acht gelassen werden. Genau hier setze der Workshop an, versprach der Geschäftsführer der gemeinnützigen Gesellschaft, und übergab das Wort an den Referenten Marian Vogel.

Der Diplom-Wirtschaftsingenieur stellte zuerst in Kürze das mittelständische Unternehmen, die Firma Waterkotte aus Herne in Nordrhein-Westfalen, der er seit fast zehn Jahren angehört, vor. Gegründet wurde sie 1972 von Klemens Oskar Waterkotte, der damals bereits ein Vorreiter auf diesem Gebiet war und schon 1968 sein Haus mit einer wärmepumpenbetriebenen Fußbodenheizung ausstattete. Die Firma ist seit jeher stetig gewaschen und fertigt mittlerweile mit ca. 80 Mitarbeitern Wärmepumpen in höchster Qualität.

Nun stand eine Einleitung zur allgemeinen Funktionsweise von Wärmepumpen auf dem Programm. Diese arbeiten im Grunde wie „ein umgekehrter Kühlschrank“. Die Wärmepumpe selbst besteht aus einer warmen und kalten Seite. Dabei wird ein Kältemittel zur kalten Seite gepumpt und dort um einige Grad Celsius erwärmt. Anschließend fliest das Mittel zum so genannten Verdichter. Dieser erhöht unter Einsatz von Strom den Druck wodurch sich das Kältemittel erhitzt. „Ähnlich wie bei einer Fahrradpumpe, in der sich die Luft erhitzt, wenn man das Ventil abdichtet und langsam zusammen drückt“ führte Vogel als Beispiel an. Aufgeheizt an der warmen Seite angekommen, wird die gewonnene Wärme über einen Wärmetauscher an das Heizungssystem abgegeben. Zum Schluss kann dann der Druck wieder langsam abgebaut werden und der Kreislauf beginnt von Neuem.

Im Anschluss wurde über die verschiedenen Wärmepumpentypen informiert. Dies sei vor allem wichtig, wenn bei einer Beratung oder einer Prüfung die richtige Anlage für den richtigen Zweck gefunden werden solle.

Nach einer kurzen Pause gab der Referent noch einen Einblick in Anlagen im industriellen Maßstab sowie für Mehrfamilienhäuser und Verwaltungsgebäude. Außerdem erfuhren die Anwesenden topaktuelle Neuigkeiten zum Thema der „Kalten Nahwärmenetze“, die mit Übertragungstemperaturen unter 30° C arbeiten.

Bei der abschließenden Fragerunde konnte Marian Vogel noch letzte Unklarheiten klären und entließ die Teilnehmer nach der fast vierstündigen Veranstaltung mit umfangreichem neuem Wissen.

Auch im kommenden Jahr 2018 sind weitere Informationsveranstaltungen im Landratsamt geplant.

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