Motivation für ein politisches Mandat - gut besuchter Abend für mehr Frauen in der Kommunalpolitik

Mehr Frauen zu ermutigen, sich auf den Kommunalwahllisten aufstellen zu lassen und dadurch parteiübergreifend deutlich mehr Frauen in den Kreistag sowie in die Gemeinde- und Ortschaftsräte zu bekommen, war das Ziel des Abends. Wie groß das Interesse an dem Thema ist war gleich zu Beginn der Veranstaltung deutlich sichtbar. Die Stuhlreihen im Sitzungssaal des Landkreises, in dem der sonst überwiegend männlich geprägte Kreistag tagt, waren mit knapp vierzig Frauen und einem Mann gut besetzt. Eine spontane Umfrage zeigte, dass ein Drittel der Gäste bereits politisch aktiv ist. Ein weiteres Drittel sich aktuell überlegt auf einer der Wahllisten zu kandidieren und die restlichen Frauen sich einfach gerne informieren wollten. Eine Zuhörerin berichtete, dass die Erhöhung der Frauenquote in der Kommunalpolitik für sie bereits seit 30 Jahren aktuell ist und vor den kommenden Wahlen jetzt noch umso spannender sei.

Bürgermeister Klaas Klaassen, ehrenamtlicher Stellvertreter des Landrats, begrüßte die Gäste und stimmte alle ein: „Die Demokratie lebt vom politischen Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Deshalb braucht es auch politisch aktive Frauen, die sich einmischen.“
Die eindrücklichen Fakten skizzierte Ira Schübel, Beauftragte für Chancengleichheit des Landkreises Freudenstadt. „Der Kreistag rangiert mit einer Frauenquote von aktuell 12,8 Prozent auf den hinteren Rängen in Baden-Württemberg“. In den Gemeinderäten im Land sitzen durchschnittlich 23 Prozent Frauen. Auf kommunaler Ebene im Landkreis herrscht ein buntes Bild. Von einem frauenfreien Rat in Wörnersberg bis zu einen nahezu paritätisch besetzten Gremium in Seewald mit 43 Prozent sind viele Variantenvertreten. In der Gesamtbetrachtung liegen die Kreiskommunen aber leider knapp drei Prozent unter dem Landesdurchschnitt.

Zahlreiche interessierte Frauen und ein Mann waren gekommen und diskutierten noch lange nach Ende des offiziellen Teils weiter.

Dorothea Maisch, politische Quereinsteigerin und Trägerin des Helene Weber Preises aus Gaggenau machte den Zuhörerinnen Mut sich politisch zu engagieren. „Frauen MACHT mit““ war der Titel des Impulsvortrages, mit dem sie in die Thematik einführte und ihre ganz persönlichen Erfahrungen berichtete. Spätestens als sie Engelsflügel und einen Hexenbesen hervorzauberte, waren alle Bedenken der Zuhörerinnen hinweggefegt. „Keine Zeit. Keine Ahnung. Kein Mut.“ seinen für Maisch keine Argumente. Äußerst praxisnah und überzeugend zeigte sie den Anwesenden auf warum es wichtig ist den Weg in die Politik zu gehen. „Wenn wir in dem Schneckentempo weitermachen dauert es noch 120 Jahre bis in allen Parlamenten eine gleichberechtigte Verteilung der Sitze vorherrscht.“

Der intensive Austausch kam beim Netzwerken in der Pause nicht zu kurz. In den anschließenden Talkrunden an insgesamt fünf Tischen ging es darum, von Mandatsträgerinnen zu erfahren: Was treibt jede einzelne an? Wie bereitet sich Frau auf die Kandidatur vor? Warum nehmen sie die Anstrengung des politischen Mandats in Kauf?
In einer Gesprächsrunde berichtete eine Teilnehmerin, dass sie bisher immer abgelehnt habe, wenn sie gefragte wurde, ob sie für die Liste kandidieren würde. “Nach den Informationen des heutigen Abends überlege ich es mir aber nochmal“, so ihr persönliches Resümee.
„Kämpfen sie für ihren Listenplatz“ empfahl eine Kreisrätin „und bleiben sie standhaft“. „Aber lassen sie sich auch nicht entmutigen, wenn es bei der ersten Wahl nicht gleich klappt“, gab eine andere den Frauen mit auf den Weg.

Als Mitglied im Gemeinderat erhält man neue Eindrücke und Einsichten. „Ich empfinde das als Bereicherung und konnte mich dadurch persönlich weiterentwickeln“ war ein weiteres Argument, das an dem Abend fiel. Mutig zu sein und als Frau Hürden oder eigene Hemmnisse zu überwinden und sich selbst in der Politik zu engagieren, das war eine wichtige Botschaft die die Teilnehmerinnen nach der Veranstaltung mit nach Hause nehmen, waren sich alle einig.

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