Jahrbuch 2010

Nicht zuletzt macht sich die Lesekultur der Bevölkerung an den öffentlichen Büchereien fest: stellen sie doch unabhängig von Einkommen und Alter eine breite Palette an in- und ausländischen Büchern, Zeitschriften, Nachschlagewerken, Spielen, CDs und DVDs bereit. Dabei orientieren sie sich nicht nur an theoretischen Bildungs-Maximen, sondern auch an den konkreten Bedürfnissen und Wünschen ihrer Leserschaft, die zu einem bedeutenden Anteil – allen Unkenrufen zum Trotz – aus sehr jungen Leserinnen und Lesern besteht, für die die örtliche Bücherei durchaus als Treffpunkt, als Nachfrageplatz, als Inspirationsort oder als Rückzugsoase fungiert. Das Jahrbuch 2010 würdigt die vielschichtige und wichtige soziale Bildungsarbeit der Gemeindebüchereien im Landkreis. Sie haben nicht nur Wertschätzung, sondern auch verlässliche und regelmäßige Förderung verdient – eine Aufgabe, die den Gemeinden obliegt und die bisher in sehr unterschiedlichem Ausmaß wahrgenommen wird, wie dieser Jahrbuchbeitrag zeigt.

Historische Bauwerke im Landkreis bilden einen weiteren Schwerpunkt dieser Ausgabe: seien es alte Schindelhäuser oder einstige Hotelpaläste, von denen nur noch die Kelleranlagen überlebt haben, seien es Kapellen und Buswartehäuschen oder eine alte Ziegelhütte – es gibt in unserem Landkreis einen reichen Bestand an architek-tonischen Schätzen, die für uns und die nach uns Kommenden erhalten werden müssen, und deren Schönheit das Jahrbuch eindrücklich dokumentiert.

„Kunst in der Region“ wird dieses Mal in sechs Beiträgen an die Leserschaft gebracht. Ausstellungen im Horber Betsaal und auf dem Freudenstädter Kienberg, das 1861 entstandene Gemälde „Mittagsgebet bei der Ernte“ des Tumlingers Theodor Schüz und ein neuer Kunstband von Eleonore Kötter werden vorgestellt, ebenso wie die stimmungsvollen Winterbilder des Malers Karl Biese, der zwischen 1911 und 1918 in Freudenstadt lebte und arbeitete. Wie jedes Mal, wenn Kunst aus dem Landkreis im Jahrbuch auftaucht, überrascht die Vielfalt dessen, was hier an Künstlerischem entsteht.

Natürlich vereinen sich unter dem Hauptkapitel „Geschichte ausgraben“ auch dieses Mal wieder interessante kunst-, sozial- und wirtschaftshistorische Beiträge im Jahrbuch: ein keltisches Schwert aus Empfingen, spätgotische Wandmalereien in der Eutinger St. Stephanus-Kirche, ein Historienbild in Öl aus Alpirsbach, die Bürkschen Nachtwächteruhren aus Horb und die fotolabortechnischen Geräte der Firma Mafi in Freudenstadt erfahren hier die Aufmerksamkeit, die sie verdienen, ebenso wie der jahrzehntelang Kampf um den Erhalt von Eisenbahnstrecken im Landkreis Freudenstadt.

Wunderschöne Bildstrecken zur Horber Sommerhalde, zur Stiftskirche Heilig Kreuz in Horb, der „Weihnachtskirche im Neckartal“, sowie zu Empfinger Feld- und Flurkreuzen sind ein Fest fürs Auge und lenken die Aufmerksamkeit auf die oft verborgenen Schönheiten unseres Landkreises.

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