Jahrbuch 2011

Steinerne Fruchtspeicher, beeindruckende Steingebilde aus anderen Zeiten, begrüßen die Leserinnen und Leser des neuen Jahrbuchs schon auf Titelseite und Vorsatzblättern. 23 dieser geheimnisvoll aussehenden historischen Speichergebäude gibt es im Landkreis. Wie erhaltenswert sie sind, wird nicht nur durch interessante Texte und Fotos klar, sondern auch in wunderschönen schwarzweiß- Linolschnitten nachempfunden, die in einem Kunstprojekt der Grund- und Hauptsschule Loßburg explizit zu diesem Thema entstanden sind.

Titelbild Jahrbuch 2011

Erhaltenswert sind auch die vielen Kirchen und Kirchlein in unseren Gemeinden. „Kirchen erhalten“ lautet ein besonderes Kapitel des diesjährigen Jahrbuchs, in dem Sie einige dieser Kleinode näher kennen lernen können. Auch die Beiträge „Wohnen im Altbau“, „Spurensuche im Empfinger Schmiedemuseum“ und „Kasernen und ihre Geschichte“ lassen Menschen zu Wort kommen, denen der Erhalt alter Bausubstanz und vergangener Kulturgüter am Herzen liegt. Aber nicht nur Kunst und Architekturdenkmale, sondern auch Naturerleben und Naturschutz kommen im neuen Jahrbuch nicht zu kurz. Knapp über 400 Bäume sind im Landkreis zurzeit als so genannte „Naturdenkmale“ geschützt. Das neue Jahrbuch gibt einen Überblick über diese besonderen Baumriesen bei uns. Auch das Grünprojekt in Horb und der Freudenstädter Rosenweg werden vorgestellt.

Von Kunst, Natur- und Denkmalschutz ist es kein weiter Bogen zum landkreispolitischen „Ereignis des Jahres“ – dem Stabwechsel im Landratsamt, bei dem Landrat Dombrowsky die Geschicke des Landkreises in die Hände seines Nachfolgers Landrat Rückert gelegt hat. Die Sensibilität eines Landrats für Geschichte, kulturellen Reichtum und Naturvielfalt seines Landkreises ist ein Schatz, der sich auf allen Gebieten segensreich auswirkt. Im Jahrbuch können sich unsere Leserinnen und Leser im Rückblick des alten Landrats und im Ausblick seines Nachfolgers auf die vor ihm liegende Amtszeit selbst ein Bild davon machen.

Zwischen den inhaltlichen Polen „Wandel“ und „Bewahrung“ bewegen sich auch die sozialgeschichtlichen Beiträge, die sich mit dem Frauenalltag in Bad Rippoldsau zum Ende des 19. Jahrhunderts, dem Wandel und schließlichen Abgang der Gäutracht, der Breitbandverkabelung im Landkreis sowie mit historischen und modernen Schwarzwald-Reiseführern befassen. Ein besonderer Zeitgeist prägt jede Zeit, und unmerklich und unaufhaltsam verändert er sich – und wir uns mit ihm. Auch die letzten Geschichten, die man in Grünmettstetten noch über den Ablauf einer öffentlichen Hochzeit zu erzählen weiß, die Arbeit der „Freunde alter Fahrzeuge“ in Waldachtal, oder die Renovierung des kleinsten und des größten historischen Rathauses im Landkreis gehören zu diesem Themenkreis, dem sich das Jahrbuch-Redaktionsteam besonders verpflichtet fühlt. Es hat auch in diesem Jahrbuch 2011 seinen Auftrag ernst genommen, den politischen, kulturellen und sozialgeschichtlichen Wandel im Landkreis zu dokumentieren, Schützenswertes vorzustellen, Aktuelles und Unbekanntes bekannt zu machen und Gedankenanstöße für den geschichtlichen Reichtum und die gegenwärtige Vielfalt unseres Landkreises zu geben.

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