Die Mitteilungen aus dem Landratsamt

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Bereits seit einem halben Jahr laufen die Arbeiten am Backbone im Landkreis Freudenstadt – heute konnte Landrat Dr. Klaus Michael Rückert gemeinsam mit Dr. Christoph Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung des beauftragten Generalunternehmers Netze BW den Spatenstich für das Generalunternehmer-Projekt feiern.   Das Besondere an diesem Projekt ist sicherlich der Einsatz des innovativen LAYJET-Verfahrens auf ca. 50 Prozent der Bautrassen. Dieses Verfahren ist im Durchschnitt 10 Mal schneller als die herkömmliche Bauweise. Darüber staunten beim Termin heute Vormittag Abgeordnete, Mitglieder des bisherigen und neuen Kreistags, Bürgermeister und Vertreter der beteiligten Unternehmen.   Landrat Dr. Klaus Michael Rückert: „Im Vorfeld der Ausschreibung wurden wir auf das innovative und nachhaltige LAYJET-Verfahren aufmerksam und es freut mich, dass unser Vertragspartner Netze BW dieses nun beim Backbone-Ausbau einsetzt. Diese ressourcenschonende Verlegetechnik feiert somit bei uns im Landkreis baden-württembergische, und mit der hohen Kilometerzahl sogar deutschlandweite, Premiere.“   Auch Dr. Christoph Müller zeigt sich überzeugt von der Zusammenarbeit mit LAYJET: „Innovative Verlegemethoden helfen uns dabei, die Errichtung des Glasfaser-Netzes für den Landkreis kosten- und zeitoptimiert zu gestalten.“   "Wir freuen uns, dass wir nach einer erfolgreichen Markteinführung des LAYJET-Verfahrens in Österreich nun auch in Freudenstadt beim raschen Ausbau des Glasfasernetzes mitwirken dürfen!", so Bernt Ringhofer, Sales Director der Firma LAYJET. Der Breitbandausbau soll Bewohnern und Gewerbetreibenden des Landkreises schnelles Internet in den ländlichen Bereich bringen und vergleichbare Lebensbedingungen wie im städtischen Bereich schaffen. Noch gibt es im Landkreis eine Vielzahl an weißen Flecken, d.h. unterversorgte Regionen, weshalb der Landkreis mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 34 Mio. Euro flächendeckend schnelles Internet ausbaut. Hierbei wird er vom Land Baden-Württemberg mit hohen Fördergeldern unterstützt, worüber sich Landrat und Kreisräte sehr dankbar zeigten.   Das Backbone ist das digitale Rückgrat des Glasfasernetzes – die Daten-„Autobahn“, die durch den gesamten Landkreis führt und die Städte und Gemeinden mit schnellen Daten versorgt, die diese dann in ihren innerörtlichen Verteilnetzen an die Betriebe und Haushalte weiterleiten.   Das Landkreis-Backbone wird insgesamt 360 Kilometer lang sein, davon entfallen rund 30 Kilometer auf bereits vorhandene Trassen der Kommunen und des Landkreises, 30 Kilometer auf Mitverlegung bei anderen Infrastrukturbaumaßnahmen, 130 Kilometer werden angepachtet und 170 Kilometer müssen neu gebaut werden. Aus naturschutz- oder wasserrechtlichen Gründen oder aus Gründen der Topografie werden 90 Kilometer der Backbone-Trasse in sogenannter „offener Bauweise“ erstellt. Dies bedeutet: es wird ein Graben gegraben, in den die Leitungsrohre eingelegt werden und der anschließend wieder verfüllt wird.   Für ca. 80 Trassenkilometer kommt das innovative und klimaneutrale LAYJET-Verfahren einer österreichischen Firma zum Einsatz, das diese in dem topografisch anspruchsvollen Alpenland entwickelt hat. Die Verlegeeinheit besteht aus einem Fendt 936 Vario mit Kabeltrommeln an der Traktorfront sowie der LAYJET-Fräse am Heck. In einem Arbeitsgang wird ein Fräsgraben von 70 cm Tiefe hergestellt, die Micro-Leerrohrverbünde darin verlegt, ein Warnband positioniert und der Graben wieder mit dem davor ausgehobenen Material verschlossen. Unmittelbar danach erfolgt eine speziell entwickelte, mehrstufige Verdichtung des Grabens. Selbst asphaltierte Flächen und Einfahrten können durchgefräst und sofort danach wieder verschlossen werden. Der LAYJET kann so bis zu drei Kilometer, bei optimalen Bedingungen sogar bis zu fünf Kilometer Rohrverbände an einem Tag verlegen und das nahezu ohne Verkehrsbehinderungen. Diese Technologie soll vor allem an den Straßenrändern zum Einsatz kommen, da sie eine sanfte Verlegung im Straßenbankett ermöglicht, ohne dabei den Straßenkörper in Mitleidenschaft zu ziehen.   Dies lässt die Verantwortlichen im Landratsamt und bei Netze BW hoffen, dass der sehr ambitionierte Bauzeitenplan, der eine Bauzeit von nur drei Jahren vorsieht, eingehalten werden kann und der Landkreis im Jahr 2022 über ein vollständig ausgebautes Glasfaser-Backbonenetz verfügen wird.   Für eine große Nutzbarkeit des Netzes benötigt es viele Anschlussnehmer. Daher sollen im Rahmen des Projektes möglichst viele Bürger des Landkreises die Chance haben, das eigene Haus an das Glasfasernetz anzuschließen. Die Netze BW übernimmt hierzu das Hausanschlussmanagement. Die Grundstücksbesitzer, deren Häuser entlang der Bautrasse liegen, werden von der Netze BW rechtzeitig angeschrieben und über das Projekt informiert. Daneben werden auch Informationsveranstaltungen in den Kommunen durchgeführt. Die Grundstücksbesitzer können in diesem Rahmen einen Hausanschluss zu sehr günstigen Konditionen erwerben.

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