Das Landratsamt Freudenstadt sucht Juristen, Sozialpädagogen oder vergleichbar qualifizierte Menschen zur Ausübung einer selbstständigen Tätigkeit als Berufsbetreuer

Herr Müller, 55 Jahre, erleidet einen Autounfall. Mit schweren Verletzungen wird er ins Krankenhaus eingeliefert und muss in ein künstliches Koma versetzt werden. Nun stellt sich die Frage, wer die Behandlungsmaßnahmen mit dem Arzt abstimmt. Ohne Vorsorgevollmacht können weder seine Frau noch seine Kinder für ihn tätig werden. Er benötigt deshalb einen Vertreter, der seine Rechte wahrnehmen kann – einen sogenannten rechtlichen Betreuer.
 
Es ist Aufgabe der Betreuungsbehörde beim Landratsamt Freudenstadt, für das Gericht Personen zu suchen, die als Betreuer geeignet sind. Nicht immer sind Angehörige in der Lage, die Betreuung auszuüben oder sie wollen es nicht. Verantwortung für andere zu übernehmen oder Entscheidungen im Sinne des Betreuten zu treffen, fällt manchem zu schwer. In der Regel wird dann ein sogenannter Berufsbetreuer vorgeschlagen.

Derzeit gibt es Engpässe, geeignete Berufsbetreuer zu finden. In den vergangenen Jahren ist die Anzahl der beruflich geführten Betreuungen stark gestiegen, der Umfang der Betreuungsarbeit hat zugenommen und ältere Betreuer werden in der nächsten Zeit in den Ruhestand gehen. Daher werden im Landkreis Freudenstadt künftig weitere fachlich qualifizierte Betreuer zur Erfüllung dieser verantwortungsvollen Aufgabe benötigt.
 
Vorausgesetzt wird eine abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung oder ein einschlägiges abgeschlossenes Hochschulstudium. Durch Ausbildungsinhalte aus den Fachgebieten Sozialarbeit, Pädagogik, Psychologie, Medizin, Recht, Verwaltung oder Betriebswirtschaft verfügt ein Berufsbetreuer über wesentliche Spezialkenntnisse. Es handelt sich um eine selbstständige Tätigkeit, die nach gesetzlichen Vorgaben pauschal vergütet wird.

Ein Betreuer muss geschäftsfähig sein und in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen leben. Neben der Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzuversetzen muss er sie auch nach außen rechtlich vertreten können. Zeitliche Flexibilität, Mobilität, Durchsetzungsvermögen und die Fähigkeit, sich abzugrenzen sind hier ebenso erforderlich wie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Durch den schnellen Wandel, z.B. in der Gesetzgebung oder der Medizin, ist für Betreuer wichtig, sich regelmäßig weiterzubilden. Weil ein enges persönliches Verhältnis zum Betreuten entsteht, handelt es sich bei der berufsmäßigen Ausübung der Betreuung meist um keine kurzfristige Angelegenheit, sondern sie erstreckt sich oft über viele Jahre hinweg.
 
Interessenten können sich gerne an die Betreuungsbehörde beim Landratsamt Freudenstadt wenden und sich unverbindlich beraten lassen. Ansprechpartnerin ist Yvonne Wurster, Telefon 07441 920-6158 (vormittags), y.wurster@landkreis-freudenstadt.de

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