Borkenkäfersaison gestartet - Wöchentliche Kontrolle der Nadelholzbestände sowie zügige Aufarbeitung und Abtransport der befallenen Bäume durch Waldbesitzende notwendig

Brutbild des Borkenkäfers  weiße Larven und hellbraune Jungkäfer.
Urheber des Bildes: Reinhold John, Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg

Die Borkenkäfer sind wie in jedem Frühjahr ausgeflogen um neue Fichten und Tannen als Brutbäume zu finden. Daher heißt es ab sofort für alle Waldbesitzenden sich nun auf die Suche nach frischem Käferbefall zu begeben. Bei Fichte und Weißtanne sind Anzeichen dafür Harztröpfchen am Kronenansatz, braunes Bohrmehl am Stammfuß oder an Rindenschuppen oder gar Spechtabschläge. Aber auch sich schnell verfärbende Kronen an Fichten und Weißtannen deuten darauf hin, dass sich die Schädlinge eingenistet haben.

Nicht jeder Fichten- oder Tannenbestand ist gleichmäßig befallen. Insbesondere müssen die winterlichen Sturm- und Schneebruchschäden aufgearbeitet und kontrolliert werden, denn sie sind optimale Brutstätten für den Borkenkäfer. Besonderes Augenmerk sollte auch auf Beständen liegen, welche im vergangenen Jahr bereits vom Borkenkäfer befallen waren sowie lockere und besonnte Nadelwälder. Aufgrund des relativ späten Schwärmfluges in diesem Jahr sowie entsprechender Witterung, kann mit einer Entwicklung von mindestens zwei Käfergenerationen gerechnet werden. Der Ausflug der ersten Generation ist in den nächsten Wochen zu erwarten.

Was tun, wenn frischer Käferbefall gefunden wird?
Die befallenen Bäume müssen so schnell wie möglich eingeschlagen und vor dem Ausflug der Borkenkäfer aus dem Wald gebracht oder weiterverarbeitet werden. Damit haben die Borkenkäfer keine Möglichkeit erneut Bäume zu befallen. Ist eine entsprechende Lagerung außerhalb des Waldes oder ein Abtransport mit direkter Verarbeitung nicht möglich, so ist durch entsprechende Behandlung der Stämme (bspw. durch Entrinden) und der bruttauglichen Resthölzer (bspw. durch Verbrennen oder Hacken) dafür Sorge zu tragen, dass die Borkenkäfer unschädlich gemacht werden.

Aufgrund der aktuell knappen Abfuhrkapazitäten ist in Teilen nicht mit einer zügigen Abfuhr der verkauften Hölzer zu rechnen. Vor jedem Holzeinschlag sollte daher mit den Revierleitenden Kontakt aufgenommen werden. Von ihnen erhalten die betroffenen Waldbesitzenden Informationen über die Aushaltung der vermarktbaren Holzsortimente und wie mit dem befallenen Käferholz umgegangen werden soll. Die Kontaktdaten der örtlich zuständigen Revierleitenden sowie weitere Informationen (unter anderem auch Hinweise zum Verbrennen von Reisig im Wald) sind auf der Homepage des Landratsamtes Freudenstadt zu finden oder können direkt beim Kreisforstamt unter 07441 920-3001 erfragt werden.

Förderung für die Schadholzaufarbeitung
Maßnahmen zur Aufarbeitung und waldschutzwirksamen Bearbeitung von Schadholz, müssen, sofern hierfür eine Förderung beantragt werden soll, vor Beginn der Aufarbeitung beim Kreisforstamt Freudenstadt angezeigt werden. Hierzu genügt eine E-Mail an forst-horb@kreis-fds.de in der die geplanten Maßnahmen, die geschätzte Menge des anfallenden Holzes und der Ort des Maßnahmenvollzugs mit Gemarkung und Flurstücksnummer(n) genannt sind. Diese Anzeige beim Kreisforstamt ersetzt nicht die Anmeldung von Kalamitätsholz nach § 34 Einkommensteuergesetz bei der Oberfinanzdirektion Karlsruhe.

Es können nur Maßnahmen gefördert werden, die waldschutzwirksam sind. Das heißt, die Maßnahme muss dazu beitragen, dass die Borkenkäferpopulation nicht weiter anwächst. Hierzu ist es notwendig, dass die Hölzer entweder aus dem Wald geschafft werden, bevor die Käfer ausfliegen oder so behandelt werden, dass die Käfer sich nicht entwickeln können, bspw. in dem das Holz entrindet oder gehackt wird. Welche Maßnahmen hier greifen und was beachtet werden muss, hängt vom Entwicklungsstadium der Borkenkäfer ab. In der Regel ist davon auszugehen, dass bei bereits vom Borkenkäfer befallenen Hölzern, das Kleinsägen zu Brennholz und das Aufsetzen der Meterstücke im Wald oder am Waldrand keinen waldschutzwirksamen Effekt erzielt. Wichtig ist, dass diese Anforderungen zur waldschutzwirksamen Behandlung für jegliches Holz gilt (auch wenn dieses im Bestand verbleiben soll).

Nähere Informationen, was bei der Aufarbeitung von Käferholz beachtet werden sollte, um in den Genuss einer Förderung zu kommen, können die Waldbesitzenden ebenfalls bei der für sie zuständigen Revierleitung oder direkt bei der Außenstelle des Kreisforstamtes in Horb erfragen, welche im Landkreis für sämtliche Fragen rund um die forstliche Förderung zuständig ist. Die Außenstelle Horb ist unter 07441 920-3203 zu erreichen.

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