Schüler „verkleinern“ Freudenstädter Stadtkirche - Geo-Rallye auf und um den Freudenstädter Marktplatz im Zuge der „Aktionswoche Geodäsie“

Die 8. Klasse der Johannes-Gaiser-Realschule Baiersbronn mit Lehrer und Verantwortlichen des Vermessungs- und Flurneuordnungsamtes Freudenstadt beim Aktionstag der Geodäsie.
Absteckung der Winkelkirche mittels GNSS-Empfänger

Was hat Pokémon GO mit dem Berufsfeld Geodäsie zu tun?“ Mit diesen und anderen interessanten Fragen wurden die Schüler zu Beginn ihres Aktionstages durch Andreas Oeynhausen, Amtsleiter des Amtes für Vermessung und Flurneuordnung beim Landratsamt Freudenstadt begrüßt. Nicht ohne Grund, denn das Spiel ermittelt durch das Global Positioning System (GPS) und Echtzeit-Lokalisierung die Standortdaten des Spielers und positioniert ihn virtuell auf einer Landkarte. Alles aktuelle Tätigkeitsfelder von Geodäten, die Schüler vom Martin-Gerbert-Gymnasium Horb, der Johannes-Gaiser-Realschule Baiersbronn und der Walddorfschule Freudenstadt drei Tagen lang auf und rund um den Freudenstädter Marktplatz zusammen mit den Mitarbeitern des Amtes Vermessung und Flurneuordnung kennenlernen durften. An drei verschiedenen Stationen sollte dabei speziell für die Fächer Mathe und Technik eine Verbindung zwischen dem theoretischen Unterricht in der Schule und der Berufspraxis hergestellt werden.

„5,5 cm bei einem Winkel von 310 gon“, kommt die Ansage einer Schülerin, die die GPS-Messwerte auf einem Tablett abliest. Ihre Mitschülerin hält einen sogenannten GNSS-Empfänger in den Händen, mit dessen Hilfe der Grundriss der Freudenstädter Stadtkirche in einem Maßstab von 1:3 auf einer Grünfläche auf Deutschlands größten Marktplatz projiziert werden soll. „Herkömmliche GPS-Empfänger wie z.B. Navigationsgeräte haben eine Genauigkeit von einigen Metern, nicht so die eingesetzten Geräte im Vermessungsbereich, die aus Satellitensignalen und mit Hilfe von Korrekturdaten zentimetergenau die eigene Position bestimmen können“, erklärt Yvonne Greiner, die für die Ausbildung im Amt für Vermessung und Flurneuordnung zuständig ist. Alle abgesteckten Eckpunkte des verkleinerten Abbildes der Stadtkirche wurden dabei in der Grünfläche markiert und später mit einem Absperrband in richtiger Reihenfolge verbunden. So konnten die Schüler ihre Ergebnisse auch gleich überprüfen.
 
An einer anderen Station sollte mit Hilfe eines Tachymeters die Höhe über dem Meeresspiegel der oberen Aussichtsplattform des Freudenstädter Rathausturm millimetergenau bestimmt werden.
 
Über die gelungene Verbindung von Theorie und Praxis freuten sich auch die Lehrer der teilnehmenden Schulklassen. Diese Kombination kam auch bei den Schülern gut an. „Wir dürfen praktisch probieren, was wir im Unterricht sonst nur theoretisch behandeln“ schwärmte eine Schülerin. Ihr Mitschüler staunte dagegen über die hochwertigen technischen Messinstrumente die im Vermessungsbereich zum Einsatz kommen. „Mit Geräten im Wert von 15.000 € können wir in der Schule nicht experimentieren“.
 
An der dritten Station sollte auf Grundlage von Äußerungen einiger Eigentümer im Wunschtermin eines Flurneuordnungsverfahrens eine Zuteilung so erstellt werden, dass möglichst alle Eigentümer ihr neues Grundstück in gewünschter Lage zugeteilt bekommen. Eine durchaus knifflige Aufgabe für die Schüler der 8. und 10. Klassen. „Es ist hier genau wie in der Realität, leider lassen sich nicht alle Wünsche der Eigentümer umsetzen, denn jede Lage gibt es halt leider auch nur einmal“ erläuterte Vermessungstechnikerin Doreen Amboß den Schülern. So mussten die Schüler lernen, die Wünsche gegeneinander abzuwägen und gewisse Kompromisse eingehen.
 
„Wer sich für einen abwechslungsreichen Beruf interessiert, der einem sowohl im Büro als auch draußen mit modernster Technik arbeiten lässt, der ist bei uns im Amt für Vermessung und Flurneuordnung des Landratsamts Freudenstadt genau richtig“ warb der erste Landesbeamte Reinhard Geiser bei den Schülern. „Wir haben vor allem in den technischen Berufen einen Fachkräftemangel, da ist es wichtig, junge Menschen für so einen Beruf zu begeistern.“ Eine Ausbildung ist ab der mittleren Reife möglich. Mit der Hochschulreife bietet sich zudem auch ein Studium an. Beim Amt für Vermessung und Flurneuordnung werden momentan und künftig Mitarbeiter/innen in allen Bereichen benötigt.
 

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