Herdenschutz ist wichtig - aus Verantwortung für Schafe, Ziegen und den Wolf

Zwischen Mai und Juli dieses Jahres gab es mehrere Angriffe des im Landkreis Freudenstadt sesshaften Wolfsrüden GW852m auf Weidetiere. Dabei wurden Ziegen und Schafe getötet, die nur unzureichend geschützt waren.

Wölfe sind intelligente, vorsichtige und konfliktscheue Fleischfresser. Um Energie zu sparen und Verletzungen vorzubeugen, bevorzugen sie, vor allem wenn sie alleine sind, einfach zu jagende Beutetiere. Ziegen, Schafe, Rehe, Rot- und Schwarzwild sowie kleinere Säugetiere gehören daher zum bevorzugten Beutespektrum. Untersuchungen von Kotproben zeigen, dass Nutztiere mit rund 1 % im Normalfall nur einen sehr geringen Anteil an der Ernährung ausmachen.

Wölfe lernen jedoch an unzureichend geschützten Nutztieren schnell, dass diese eine einfache Beute sind. Besonders Schafe, Ziegen und Gehegewild müssen daher in Wolfsgebieten mit wirkungsvollen Herdenschutzmaßnahmen vor Wolfsangriffen geschützt werden.

Ein fehlender Grundschutz fördert die Spezialisierung von Wölfen auf Nutztiere. Eine solche Spezialisierung kann und muss also vermieden werden. Wenn der Wolf durch eine intakte Herdenschutzanlage immer wieder schlechte Erfahrungen im Zusammenhang mit Nutztieren macht, beispielsweise weil er schmerzhafte Stromschläge erleiden muss, wird er diese künftig meiden. Herdenschutz wirkt daher immer im Sinne von Nutztieren und dem Wolf, da dieser dann wieder seine natürlichen Beutetiere jagt.

Eine schnelle und vor allem flächendeckende Umsetzung von Herdenschutzmaßnahmen ist daher äußerst wichtig. Dafür müssen alle mitmachen, gerade auch die Klein- und Hobbyhalter.

Wolfsabweisender Herdenschutz bedeutet, Verantwortung für ein konfliktarmes Miteinander von Mensch, Weidetieren und Wolf zu übernehmen.

Das Land hat daher Grundvorgaben zum Herdenschutz definiert und Fördergebiete zur Wolfsprävention ausgewiesen. Der Landkreis Freudenstadt liegt im Fördergebiet Schwarzwald Die korrekte Einhaltung der Grundschutzvorgaben ist Voraussetzung dafür, im Falle eines Wolfsangriffes Ausgleichszahlungen für getötete Nutztiere zu erhalten. Im Gegenzug werden Herdenschutzmaßnahmen zur Wolfsabwehr bis zu 100 % bezuschusst.

Zum Thema Herdenschutz gibt es umfangreiche Informationen:

Merkblätter zu den Förderangeboten im Herdenschutz sind auf der Homepage des Landkreises www.kreis-fds.de unter dem Stichwort „Wolfsprävention“ zu finden.
Herdenschutzberatungen für Tierhaltende, auf den jeweiligen Betrieb zugeschnitten, bietet die FVA in Freiburg an, herdenschutz.fva-bw@forst.bwl.de oder 0761 4018-471.
Förderanträge können bei der Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamts, Silke Finkbeiner s.finkbeiner@kreis-fds.de oder 07441 920-5035 gestellt werden
Weitere Fragen zum Wolf beantwortet der Wildtierbeauftragte des Landkreises Peter Daiker peter.daiker@kreis-fds.de oder 07441 920-5077.

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