Informationen für Unternehmen

Das Coronavirus ist eine besondere und ernsthafte Herausforderung für unsere Gesellschaft. Das oberste Ziel im Moment ist es, den Verlauf der Pandemie zu verlangsamen und hinauszuzögern (#flattenthecurve). Dies erfordert jedoch umfangreiche, teils noch nie dagewesene und weitreichende Maßnahmen, die in allen Bereichen unserer Gesellschaft deutlich spürbar werden. Auch die Betriebe und Unternehmen, egal ob kleiner Handwerksbetrieb oder großer Weltmarktführer, stehen in diesem Zusammenhang vor enormen Herausforderungen. Um Sie bei entsprechenden Entscheidungen zu unterstützen, haben wir im Folgenden einige Informationen für Sie zusammengestellt.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass zahlreiche Links angegeben sind, um Ihnen die aktuellsten Informationen bieten zu können.

ACHTUNG - Gefakte Anträge im Internet aufgetaucht
Teilweise wurden Unternehmen gezielt telefonisch kontaktiert und explizit auf die entsprechende Seite im Internet hingewiesen. Der Anrufer gab sich dabei als Angehöriger der einzig offiziellen Stelle zur Abwicklung der Soforthilfe aus.
Die Polizei stuft diese Vorgehensweise als Vorbereitungshandlung für spätere Betrugsstraftaten ein und warnt eindringlich davor, persönliche und Unternehmensdaten auf solchen Fake-Seiten im Internet preiszugeben.
„Nutzen Sie für die Stellung der Anträge auf Soforthilfe ausschließlich die Internetseiten von offiziellen Landesstellen. Dies sind Ministerien und Landesförderbanken mit Unterstützung der Industrie-und Handelskammern." so der Sprecher des LKA Baden-Württemberg.

Webinar des Landkreises Freudenstadt gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald am Dienstag, 07. April 2020 um 17:30 Uhr

Um Unternehmen einen besseren Überblick über die zahlreichen Hilfen zu verschaffen, hatten sich der Landkreis Freudenstadt und die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald dazu entschlossen, zusammen mit weiteren Akteuren aus der Region am Dienstag, 07. April ein kostenfreies Webinar zu dieser Thematik anzubieten. Dabei erhielten Interessierte live Tipps und Hinweise von den jeweiligen Experten der Institutionen.
Folgende Referenten waren dabei:

  • Begrüßung durch Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim Martina Lehmann
  • Soforthilfeprogramm: Sebastian Rother, Kreishandwerkerschaft Freudenstadt
  • Kurzarbeitergeld und weitere Maßnahmen: Werner Hess, Agentur für Arbeit
  • Steuerstundung und weitere steuerliche Möglichkeiten, Jürgen Walter, Finanzamt Freudenstadt
  • Förderkredite und weitere Maßnahmen, Alexander Hofmann Kreissparkasse Freudenstadt
  • Wirtschaftsförderung und Tourismus - Maßnahmen und Unterstützung in der Krise: Monika Krämer (Tourismusbeauftragte), Jochen Protzer (Geschäftsführer WFG Nordschwarzwald), Ralf Bohnet (Wirtschaftsbeauftragter)

Vielen Dank für Ihre Teilnahme!

Maßnahmen für Unternehmen und deren Beschäftigte

Das Landratsamt Freudenstadt hat eine Ausnahmebewilligung zur Beschäftigung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an Sonn- und Feiertagen und für Abweichungen von bestimmten Beschränkungen des Arbeitsgesetzes aus Anlass der Ausbreitung des Coronavirus erlassen.
Die Allgemeinverfügung kann hier abgerufen werden.  (275 KiB)

Außerdem können Arbeitgeber oder Selbstständige unter bestimmten Voraussetzungen bei Anordnung einer Quarantäne per Antrag Verdienstausfall geltend machen; bitte beachten Sie hierzu die Hinweise auf dem Merkblatt. Haben Betriebe, Selbstständige oder Freiberufler jedoch ein Betriebsverbot erhalten, sind die sonstigen Unterstützungen heranzuziehen.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über Hilfsprogramme der Bundes- und Landesregierung:

  • Soforthilfeprogramm der Landesregierung
    Gewerbliche Unternehmen, Sozialunternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe (einschließlich Künstler/innen), die sich unmittelbar infolge der Corona-Pandemie in einer existenzbedrohenden wirtschaftlichen Lage befinden und massive Liquiditätsengpässe erleiden, werden mit einem einmaligen, nicht rückzahlbaren Zuschuss unterstützt. Dieser ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten und beträgt bis zu

    9.000 Euro für drei Monate für antragsberechtigte Soloselbstständige und Antragsberechtigte mit bis zu 5 Beschäftigten,
    15.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 10 Beschäftigten,
    30.000 Euro für drei Monate für Antragsberechtigte mit bis zu 50 Beschäftigten

    Die Unternehmen sollen bei der Sicherung ihrer wirtschaftlichen Existenz und Überbrückung von akuten Liquiditätsengpässen, u.a. für laufende Betriebskosten wie Mieten, Kredite für Betriebsräume, Leasingraten u.Ä., durch einen Zuschuss unterstützt werden. Liquiditätsengpässe oder Umsatzeinbrüche, die bereits vor dem 11. März 2020 entstanden sind, sind daher nicht förderfähig.
    Anträge können ab Mittwochabend 25.03.2020 ausschließlich elektronisch gestellt werden; weitere Infos finden Sie auf der Website des Ministeriums oder bei den zuständigen Kammern (IHK oder HWK).
  • Kurzarbeit flexibler beantragen
    Das Kurzarbeitergeld wird flexibler. Unternehmen können es künftig unter erleichterten Voraussetzungen erhalten. So kann Kurzarbeitergeld unter anderem bereits dann beantragt werden, wenn zehn Prozent der Beschäftigten vom Ausfall betroffen sind.https://www.arbeitsagentur.de/news/corona-virus-informationen-fuer-unternehmen-zum-kurzarbeitergeld
  • Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen
    Die Liquidität von Unternehmen wird durch steuerliche Maßnahmen verbessert. Zu diesem Zweck wird die Stundung von Steuerzahlungen erleichtert, Vorauszahlungen können leichter abgesenkt werden. Auf Vollstreckungen und Säumniszuschläge wird im Zusammenhang mit den Corona-Auswirkungen verzichtet.Hier finden Sie das entsprechende Formular.
  • Milliarden-Schutzschild für Betriebe und Unternehmen
    Die Liquidität von Unternehmen wird durch neue, im Volumen unbegrenzte Maßnahmen geschützt. Dazu werden die bestehenden Programme für Liquiditätshilfen ausgeweitet und für mehr Unternehmen verfügbar gemacht, etwa die KfW- und ERP-Kredite.
  • Stärkung des europäischen Zusammenhalts
    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Bundesfinanzminister Scholz werden sich auch auf europäischer Ebene für ein koordiniertes und entschlossenes Vorgehen einsetzen. Die Bundesregierung begrüßt unter anderem die Idee der Europäischen Kommission für eine „Corona Response Initiative“ mit einem Volumen von 25 Milliarden Euro.
  • Branchenoffener Härtefallfonds
    Für Selbstständige, Kleinstunternehmen und mittelständische Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten, bei dem die Abdeckung des dringenden und kurzfristigen Finanzbedarfs unterstützt werden soll, gibt es einen branchenoffenen Härtefallfonds. Dabei sollen je nach Einzelfall Mittel in Höhe bis zu 15.000 Euro fließen. Vermutlich können ab Ende kommender Woche Anträge gestellt werden. Über die Details wird das Wirtschaftsministerium noch zeitnah informieren.
  • Beteiligungsfonds
    Bei der L-Bank wird es einen Beteiligungsfonds geben, der insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen aufgelegt wird. Er soll das Eigenkapital der Betriebe stärken, damit diese wieder liquide und kreditwürdig werden und so die Herausforderungen überstehen können.
  • Krisenberatungsangebot
    Unter dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ wird das Krisenberatungsangebot weiter ausgebaut, damit die Betriebe und Unternehmen in die Lage versetzt werden, eigene Lösungen und Wege zu finden, die auftretenden Herausforderungen zu stemmen.
  • Steuerliche Erleichterungen für Steuerpflichtige
    Die Finanzverwaltung hilft, wo sie kann: In enger Abstimmung und Zusammenarbeit haben Bund und Länder unermüdlich daran gearbeitet - und tun es immer noch - die
    rechtlichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Hier finden Sie eine Übersicht über die steuerlichen Erleichterungen für Corona-Geschädigte. (103 KiB) Weitere, laufend aktualisierte Informationen finden Sie auf der Internetseite des Bundesministeriums der Finanzen

Auf folgenden Internetseiten finden Sie weitere Informationen

Informationen der Kreishandwerkerschaft und der IHK rund um das Coronavirus

Verhalten bei Kontakt mit infizierten Personen oder Reiserückkehrern aus Risikogebieten

Beschäftigte, die Kontakt mit einer an dem neuen Coronavirus erkrankten Person hatten oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten vom Arbeitgeber aufgefordert werden, generell Kontakte zu anderen Personen zu vermeiden und sich stattdessen unverzüglich telefonisch mit dem Hausarzt oder dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung zu setzen, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Pandemieplanung

10 Tipps zur Pandemieplanung im Betrieb finden Sie hier.

Weitere Informationen

Auch auf der Website des Staatsministeriums finden Sie fortlaufend aus allen Ressorts aktuelle Informationen rund um das Coronavirus.

Hotlines und wichtige Telefonnummern

  • Landratsamt Freudenstadt Gesundheitsamt: 07441 920-4107
  • Landesgesundheitsamt: unter 0711 904-39555 (Mo.-So. von 9 bis 18 Uhr)
  • Bundesministerium für Gesundheit: unter 030 346465-100 (Mo.- Do. von 8 bis 18 Uhr, am Freitag von 8 bis 12 Uhr)
  • IHK Nordschwarzwald: 07231 201-366
  • KfW-Corona-Hilfe: 0800 5399001 (kostenfrei, Mo.-Fr. von 8 bis 18 Uhr)
  • L-Bank Hotline Wirtschaftsförderung: 0711 1222345
  • Unternehmerhotline der Bundesagentur für Arbeit: 0800 4555500

Hausanschrift

Herrenfelder Straße 14
72250 Freudenstadt

Telefon: 07441 920-0
Telefax: 07441 920-999900
E-Mail: post@landkreis-freudenstadt.de

E-Mail-Postfach für verschlüsselte elektronische Kommunikation

Postanschrift

Postfach 620
72236 Freudenstadt

Anfahrt

Öffnungszeiten

Landratsamt
Dienstag 08:00-12:00
Donnerstag 08:00-12:00
14:00-17:30
Freitag 08:00-12:30
und nach Vereinbarung
Zulassungsstellen
Montag 08:00-12:00
14:00-15:30
Dienstag 08:00-15:30
Mittwoch 08:00-12:30
Donnerstag 08:00-12:00
14:00-17:30
Freitag 08:00-12:30

Nach Bedarf unserer Kunden haben die Ämter unterschiedliche Öffnungszeiten - bitte informieren Sie sich auf den Ämter-Seiten.

Bankverbindungen

Kreissparkasse Freudenstadt

IBAN

DE58 6425 1060 0000 0000 86

BIC

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