Nach dem Winter ist vor dem Borkenkäfer - Kontrolle der Waldbestände und baldige Aufarbeitung der Schadhölzer notwendig

Das schneereiche und in den vergangenen Wochen auch regenreiche Winterwetter haben dem Wald eine gute Portion Wasser geliefert und die Wasserspeicher nach den vergangenen Trockensommern langsam wieder aufgefüllt. Der starke Schneefall und auch hin und wieder ein starker Wind haben zu Schneebrüchen im Wald geführt. Dabei sind ganze Bäume umgestürzt oder nur Baumkronen abgebrochen. Auch wenn eine Vielzahl von Wegen und Straßen freigesägt wurde, gilt es nun für die Waldbesitzenden ihre Waldbestände zu kontrollieren und das Schadholz aufzuarbeiten.

„Wir sind bis jetzt mit einem blauen Auge davongekommen, denn großflächige Schäden sind uns nicht bekannt“ so Susanne Kaulfuß, Leiterin des Kreisforstamtes Freudenstadt. „Aber die Gefahr lauert gerade in den verstreuten und kleinen Schadstellen. Denn die umgestürzten Bäume sind ein gefundenes Fressen für holzzerstörende Insekten und Borkenkäfer, die sich darin wunderbar vermehren können.“

Neben dem Schadholz müssen nun auch die Überwinterungsbäume der Borkenkäfer vor dem Ausflug der Käfer gefunden und eingeschlagen werden. Merkmale, wie man diese Überwinterungsbäume am besten erkennt, sind meist lichte oder braune Baumkronen sowie teilweise Spechtabschläge oft in der Nähe alter Käfernester. Bäume, bei denen die Rinde schon ganz abgefallen ist, können stehen bleiben, denn der Fokus muss jetzt auf der Aufarbeitung der Überwinterungsbäume und dem Schadholz bis Mitte März liegen. Dann werden die Borkenkäfer bei warmer Witterung aktiv.

Neben der Aufarbeitung der Schadhölzer ist aktuell auf Grund der örtlichen Belebung des Holzmarktes auch ein Frischholzeinschlag zu hinnehmbaren Preisen möglich. Vor jedem Holzeinschlag sollte vorab mit den Revierleitenden Kontakt aufgenommen werden. Von ihnen erhalten die Waldbesitzenden Informationen über die Aushaltung der aktuell vermarktbaren Holzsortimente.

Maßnahmen zur Aufarbeitung und waldschutzwirksamen Bearbeitung von Schadholz werden weiterhin gefördert. Wenn Waldbesitzende hierfür eine Förderung beantragen möchten, so müssen diese Maßnahmen vor Beginn der Aufarbeitung beim Kreisforstamt Freudenstadt angezeigt werden. Hierzu genügt eine E-Mail an forst-horb@kreis-fds.de in der die geplanten Maßnahmen, die geschätzte Menge des anfallenden Holzes und der Ort des Maßnahmenvollzugs mit Gemarkung und Flurstücksnummer(n) genannt sind. Diese Anzeige beim Kreisforstamt ersetzt nicht die Anmeldung von Kalamitätsholz nach § 34 Einkommensteuergesetz bei der Oberfinanzdirektion Karlsruhe.

Die Kontaktdaten der örtlich zuständigen Revierleitenden sowie weitere Informationen sind auf der Homepage des Landratsamtes Freudenstadt zu finden oder können direkt beim Kreisforstamt unter 07441 920-3001 erfragt werden.

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