Aktuelles für den Privatwald

Information

Forstliche Förderung

Fördermaßnahmen in der Forstwirtschaft Baden-Württemberg

Seit dem letzten Jahr gibt es Änderungen in der neuen Förderrichtlinie, die speziell auf die Extremwetterereignisse im Wald und deren Folgeschäden zugeschnitten sind. Diese Förderung läuft bis Ende 2023, ab Ende 2021 vorbehaltlich der Mittelverfügbarkeit im Doppelhaushalt 2022/2023. Für alle Maßnahmen der NWW nach Teil F liegt bis 2023 eine beihilferechtliche Genehmigung durch die EU-Kommission vor, so dass keine De-minimis-Erklärung einzureichen und keine Bescheinigung zurückzusenden ist, was eine deutliche Verfahrensvereinfachung darstellt.
 
Wichtig und neu ist, dass alle Mittel aus dem Teil F (Beseitigung Extremwetterfolgen) rückwirkend zum 01.01.2020 beantragt werden können (ausgenommen Wiederbewaldung nach Nr. 9.10). Sollte der Antrag nach Abschluss der Maßnahmen im Herbst gestellt werden, ist der Verwendungsnachweis bitte gleich mit einzureichen.

Nachstehend einige Hinweise zu den einzelnen  Maßnahmen:

- Eine Förderung für die Aufarbeitung von Schadholz kann nur für Hölzer gewährt werden, für die eine Holzliste, ein Werkseingangsmaßprotokoll oder eine Rechnung vorliegt, aus welcher/welchem die Holzmenge und die    Nutzungsart hervorgeht. Das ist insbesondere zu beachten, wenn das Holz für die eigene Verwendung vorgesehen ist, sei es als Brennholz oder nach Bearbeitung mit einem mobilen Sägewerk. Die Revierleiterinnen und Revierleiter des Kreisforstamtes erfassen auch solche Hölzer und erstellen eine entsprechende Holzliste.

- Maßnahmen zur Aufarbeitung und waldschutzwirksamen Bearbeitung von Schadholz, die ab dem 01.08.2020 durchgeführt werden, müssen, sofern hierfür eine Förderung beantragt werden soll, vor Beginn der Aufarbeitung beim Kreisforstamt Freudenstadt angezeigt werden. Hierzu genügt ein Email an forst-horb@kreis-fds.de in dem die geplanten Maßnahmen, die geschätzte Menge des anfallenden Holzes und der Ort des Maßnahmenvollzugs mit Gemarkung und Flurstücksnummer(n) genannt sind. Diese Anzeige beim Kreisforstamt ersetzt nicht die Anmeldung von Kalamitätsholz nach § 34 Einkommensteuergesetzt bei der Oberfinanzdirektion Karlsruhe. Unten angeführtes Meldeformular kann für diese Meldung genutzt werden.
Meldeformular (10 KiB)

- Es können nur Maßnahmen gefördert werden, die waldschutzwirksam sind. Das heißt die Maßnahme muss dazu beitragen, dass die Borkenkäferpopulation nicht weiter anwächst. Hierzu ist es notwendig, dass die Hölzer entweder aus dem Wald geschafft werden, bevor die Käfer ausfliegen, oder so behandelt werden, dass die Käfer sich nicht entwickeln können, bspw. in dem das Holz entrindet oder gehackt wird. Welche Maßnahmen hier greifen und was hierbei beachtet werden muss, hängt vom Entwicklungsstadium der Borkenkäfer ab. In der Regel ist davon auszugehen, dass bei bereits vom Borkenkäfer befallenen Hölzern das Kleinsägen zu Brennholz und das Aufsetzen der Meterstücke im Wald oder am Waldrand keinen waldschutzwirksamen Effekt erzielt. Die Revierleiterinnen und Revierleiter können die Waldbesitzenden hierzu entsprechend beraten. Wichtig ist, dass dies Anforderungen zur waldschutzwirksamen Behandlung für sämtliche Sortimente gelten (auch wenn diese im Bestand verbleiben sollten) inklusive dem Waldrestholz. 

Nachstehend ein Link auf den Förderwegweiser Baden - Württemberg. Dort finden Sie alle notwendigen Unterlagen und die gesamte Förderrichtlinie 2020, sowie eine Übersicht über die Fördermaßnahmen.

Ansonsten steht Ihnen das Kreisforstamt jederzeit für Nachfragen zur Verfügung.

Förderungwegweiser B.-W.

Übersicht Fördermaßnahmen (353 KiB)

Übersicht Neuerungen der Förderung (2,2 MiB)

Veranstaltungen

Privatwaldtage Freudenstadt 2022

Das Kreisforstamt Freudenstadt lädt Waldbesitzende und Waldinteressierte zu Privatwaldtagen am 14. und 21. Mai ein. Dabei wird für die ganze Familie ein abwechslungsreiches und interessantes Programm geboten. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls an beiden Tagen bestens gesorgt.  

mehr lesen (58 KiB)   Plakat (2,3 MiB)   Anfahrtskizze Ost (917 KiB)   Anfahrtsskizze West (933 KiB)

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und auf interessante Gespräche.

Lehrgänge für private Waldbesitzer

Der Landesbetrieb ForstBW bietet in seinem Fortbildungsprogramm interessante Lehrgänge für Waldbesitzer an. Es werden Lehrgänge zu den Themen "Waldbau", "Holzernte", "Rückung" angeboten. Das gesamte Lehrgangsprogramm ist auf der Homepage  von ForstBW, oder als Broschüre am Kreisforstamt Freudenstadt oder der Außenstelle Horb zu finden.

Motorsägenlehrgänge

Waldarbeit ist schwere und gefährliche Arbeit. Sie sollte daher nur von Fachkundigen ausgeführt werden" (Broschüre Waldarbeit der SVLFG)
Dies gilt für alle im Wald beschäftigten Personen. Egal ob es sich dabei um ausgebildete Forstwirte oder Personen handelt, die in ihrer Freizeit, oder als Waldbesitzer im Wald tätig sind. Seit geraumer Zeit wird von den genannten Personen der Nachweis über einen belegten Motorsägengrundlehrgang verlangt.
In den zweitägigen Motorsägenlehrgängen werden Grundlagen für die richtige und vor allem sichere Handhabung der Säge vermittelt. Neben den entsprechenden Schnitttechniken stehen auch Wartung und Pflege der Motorsäge auf dem Programm.
Voraussetzung für diese Lehrgänge sind:
Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein und eine komplette persönliche Schutzausrüstung haben.

Das Kreisforstamt kann seit der Neuorganisation der Forstverwaltung bis auf weiteres keine Lehrgänge mehr in eigener Regie anbieten.
Von der Berufsgenossenschaft oder von privaten Anbietern werden aber weiterhin Lehrgänge angeboten.

Arbeitssicherheit und Unfallverhütung

Rettungspläne

Waldarbeit ist grundsätzlich gefährliche Arbeit. Deshalb gibt es gerade dabei einige wichtige Grundsätze zu beachten.

Forstwirt mit persönlicher Schutzausrüstung
Persönliche Schutzausrüstung
  1. Motorsägenarbeit darf nur von Fachkundigen verrichtet werden.
  2. Tragen Sie in Ihrem eigenen Interesse eine persönliche Schutzausrüstung, bestehend aus: Helm mit Gehör- und Gesichtsschutz, Schnittschutzhose, Sicherheitsschuhe mit Schnittschutzeinlagen und Handschuhe.
  3. Alleinarbeit ist verboten! Nehmen Sie also eine zweite, oder besser dritte Person mit, wenn Sie in Ihrem Privatwald, oder an Ihrem Flächenlos arbeiten.
  4. Diese Personen sollten in der Lage sein, im Notfall Erste Hilfe Maßnahmen vorzunehmen und weitere Rettungsmaßnahmen durchzuführen bzw. einzuleiten.
  5. Anders als im bebauten Gebiet, ist es für die Rettungskräfte nicht immer einfach, den Unfallort im Wald zu finden. Aus diesem Grund gibt es am Kreisforstamt sogenannte "Rettungstreffpunkte". Das sind mit der Rettungsleitstelle vereinbarte Treffpunkte. An diesem Treffpunkt sollte eine ortskundige Person die Rettungskräfte übernehmen und an den Unfallort führen.

Wir haben die Rettungspläne nach Gebieten getrennt, zum anschauen oder ausdrucken bereit gestellt.

Gebiet    
Alpirsbach Karte (254 KiB) Text (56 KiB)
Bad Rippoldsau-Schapbach Karte (2,6 MiB) Text (51 KiB)
Baiersbronn Karte (2,6 MiB) Text (51 KiB)
Freudenstadt Karte (321 KiB) Text (54 KiB)
Horb Karte (281 KiB) Text (56 KiB)
Pfalzgrafenweiler Karte (168 KiB) Text (54 KiB)
Seewald Karte (239 KiB) Text (53 KiB)

Kontakt

Kreisforstamt
Landhausstraße 34
72250 Freudenstadt
Telefon 07441 920-3001
Fax 07441 9203399
Kreisforstamt - Außenstelle Horb
Ihlinger Straße 79
72160 Horb a.N.
Telefon 07451 907 3203
Fax 07451 907 3299
Walter Bäder
Telefon 07451 907-3202
Fax 07451 907-993202