Wohngeld

Wohngeld dient der wirtschaftlichen Sicherung angemessenen und familiengerechten Wohnens. Es ist ein Zuschuss zu den Kosten für selbst genutzten Wohnraum und soll einkommensschwachen Menschen helfen, ihre Wohnkosten zu tragen.

Wohngeld können Mieterinnen und Mieter als Mietzuschuss, Eigentümerinnen und Eigentümer von selbst genutztem Wohnraum als Lastenzuschuss erhalten.

Zuständige Stelle

Wohngeldbehörde ist, je nach Wohnort, die Stadtverwaltung für die Großen Kreisstädte Freudenstadt und Horb und das Landratsamt für die übrigen kreisangehörigen Gemeinden.

Die Verwaltungen der Gemeinden, die keine Wohngeldzuständigkeit haben, geben auch Wohngeldvordrucke aus und nehmen Ihren Antrag entgegen.

Voraussetzungen

Ob und in welcher Höhe Sie Wohngeld erhalten, hängt von drei Voraussetzungen ab:

  • Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
  • Höhe des Gesamteinkommens:
    Das Gesamteinkommen ist die Summe der Jahreseinkommen der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich bestimmter Frei- und Abzugsbeträge.
  • Höhe der Miete beziehungsweise Belastung:
    Beim Mietzuschuss wird die Miete, beim Lastenzuschuss die finanzielle Belastung bezuschusst. Allerdings gibt es je nach Wohnort und Haushaltsgrenze eine Obergrenze.

Die Kosten muss die Wohnungsinhaberin oder der Wohnungsinhaber selbst aufbringen. Wenn sie durch Dritte übernommen werden, können Sie kein Wohngeld erhalten. Sie können Wohngeld nur für die angemessenen Wohnkosten erhalten. Die Miete oder Belastung ist deshalb nur bis zu einem bestimmten Höchstbetrag zuschussfähig.

Höchstbeträge für Miete oder Belastung im Landkreis Freudenstadt (ab 01.01.2020) (205 KiB)

Weitere mögliche Leistungen

Wenn Sie Wohngeld oder Kinderzuschlag erhalten, besteht die Möglichkeit, für Kinder bis zum 25. Lebensjahr Leistungen für Bildung und Teilhabe zu erhalten.
Bildungspaket

Ausschluss vom Wohngeld

Sie haben keinen Anspruch auf Wohngeld, wenn bei der Berechnung einer Sozialleistung die angemessenen Kosten der Unterkunft berücksichtigt wurden (Ausschluss von Wohngeld). Dies gilt auch für Personen, die mit Ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft leben und daher bei der Berechnung der Sozialleistung berücksichtigt worden sind.

Der Ausschluss vom Wohngeld besteht, wenn Sie einen Antrag auf bestimmte Sozialleistungen stellen:

  • Arbeitslosengeld II (sog. Hartz IV-Leistungen)
  • Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung
  • Hilfe zum Lebensunterhalt
  • Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz

Der Ausschluss vom Wohngeld besteht nicht, wenn Sie die Sozialleistung ausschließlich als Darlehen erhalten.

Verfahrensablauf

Das Wohngeld müssen Sie bei der Wohngeldbehörde oder bei der Wohnortgemeinde persönlich oder schriftlich beantragen. Sie müssen die vorgeschriebenen Formulare verwenden. Diese erhalten sie bei Ihrer Wohnortgemeinde oder bei der Wohngeldbehörde. Sie können auch die Onlineanträge auf Wohngeld (979 KiB) oder bei Eigentum auf Lastenzuschuss (1,1 MiB) verwenden. Falls ein Haushaltsmitglied erwerbstätig ist (auch geringfügig), ist außerdem das Formular für die Verdienstbescheinigung (479 KiB) erforderlich. Das ausgefüllte Antragsformular können Sie entweder persönlich abgeben, bei der Gemeinde abgeben oder mit der Post schicken. Erst ab Eingang des Antrages sind rückwirkend zum Beginn dieses Monats Leistungen möglich. 

Sie können Wohngeld auch formlos beantragen. Ihr Antrag gilt dann zu diesem Zeitpunkt als eingereicht, Sie müssen aber einen formellen Antrag nachreichen.

Das Wohngeld wird Ihnen für einen bestimmten Zeitraum bewilligt. Wollen Sie Wohngeld nach diesem Zeitraum weiter beziehen, müssen Sie es neu beantragen.

Das festgesetzte Wohngeld kann sich im laufenden Bewilligungszeitraum nach oben oder unten verändern beziehungsweise sogar ganz wegfallen (z.B. wenn sich das Gesamteinkommen oder die Miete/Belastung erheblich verändert). Deshalb müssen Sie der zuständigen Wohngeldbehörde folgende Änderungen mitteilen:

  • Miet- oder Belastungsverringerungen
  • Erhöhung der Einnahmen
  • Verringerung der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder
  • Erhöhung der Anzahl der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder und damit verbundene Erhöhung der Einnahmen
  • Umzug

Diese Mitteilungspflichten gelten auch für Haushaltsmitglieder.

Das Landratsamt Freudenstadt - Sozialamt - hat zur Erfüllung seiner Aufgaben Ihre personenbezogenen Daten zu verarbeiten. Bei der Ergebung und sonstigen Verarbeitung ist uns die Einhaltung der Anforderungen an die Sicherheit Ihrer Daten in höchstem Maße wichtig. Nähere Informationen erhalten Sie im Informationsblatt zu Art. 13 (123 KiB) EU-DSGVO.

Erforderliche Unterlagen

Der Wohngeldantrag mit Nachweisen über das Einkommen und Vermögen aller im Haushalt lebenden Personen sowie Mietvertrag und ggf. weiteren Belastungen für die Wohnung/Haus.

Dauer / Frist

Wohngeld kann im Einzelfall bis zu 12 Monate bewilligt werden. Anträge auf Weiterleistung von Wohngeld sollten Sie zwei Monate vor Beendigung des laufenden Bewilligungszeitraumes stellen. Damit können Sie die Unterbrechung laufender Wohngeldzahlungen vermeiden.

Widerspruch

Sie haben die Möglichkeit, gegen einen Bescheid schriftlich oder mündlich zur Niederschrift Widerspruch einzulegen. Seit kurzem haben Sie zudem die Möglichkeit den Widerspruch digital per De-Mail an sozialamt@landkreis-freudenstadt.de-mail.de einzulegen.

Was ist nicht De-Mail?

Ihre E-Mail-Adresse hat z.B. die Endung: .de, .net, .com usw.
Wenn Sie uns eine 'normale' E-Mail (gmx, web.de, t-online, live usw.) senden, handelt es sich nicht um eine zuverlässige und vertrauliche Kommunikation. Ein Widerspruch hat keine Rechtsgültigkeit.

Was ist De-Mail?

Ihre De-Mail-Adresse hat die Endung: .de-mail.de
Der De-Mail Postfach- und Versanddienst ist der zentrale Dienst von De-Mail. Er gewährleistet zuverlässige und vertrauliche Kommunikation.

Mit De-Mail werden elektronische Nachrichten verschlüsselt, geschützt und nachweisbar verschickt. Das geht so einfach wie mit einer 'normalen' E-Mail. Im Gegensatz dazu können bei der De-Mail aber sowohl die Identität der Kommunikationspartner als auch der Versand und der Eingang von De-Mails jederzeit zweifelsfrei nachwiesen werden. Die Inhalte einer De-Mail können auf ihrem Weg durchs Internet nicht mitgelesen oder gar verändert werden. Abgesicherte Anmeldeverfahren und Verbindungen zu den De-Mail-Anbietern sorgen ebenso wie verschlüsselte Transportwege zwischen den De-Mail-Anbietern für einen vertraulichen Versand und Empfang von De-Mails.

Wo bekomme ich meine De-Mail?

Informationen erhalten Sie unter www.bsi.bund.de/DE/Themen/DigitaleGesellschaft/EGovernment/DeMail/Akkreditierte_DMDA/Akkreditierte_DMDA_node.html 
oder fragen Sie Ihren Anbieter.

Kontakt

Ansprechpartner

Zuständigfür A - C

Sabine Lange
Telefon 07441 920-6152
Fax 07441 920-996152

Zuständig
für D - G:

Sabine Link
Telefon 07441 920-6147
Fax 07441 920-996147

Zuständig
für H - Ko

Birgit Franz
Telefon 07441 920-6153
Fax 07441 920-996153

Zuständig
für Kp - Sc

Dorothee Müller
Telefon 07441 920-6146
Fax 07441 920-996146

Zuständigfür Sd - Z

Ingrid Kristof
Telefon 07441 920-6154
Fax 07441 920-996154

Weitere Infos

Wohngeldgesetz (WoGG)

Internetpräsentation des Bundesministeriums